Landesregierung würdigt reformiertes Medizinstudium und Didaktik-Weiterbildung
Preis für gute Lehre an Pascal Berberat und Angelika Reiser

Komplexe Grundlagenforschung neben der Arbeit mit Schwerkranken – bei der Gestaltung des müssen Didaktikerinnen und Didaktiker sehr spezielle Anforderungen beachten. Dass dies an der TUM besonders gut gelingt, dafür sorgt das . Aufgebaut wurde es seit 2010 federführend von , Inhaber des Lehrstuhls für Medizindidaktik, medizinische Lehrentwicklung und Bildungsforschung, der es auch bis heute leitet.
Nach seinem Konzept wurde der Medizinstudiengang umgestaltet – mit mehr Seminaren, die sich interdisziplinär an konkreten klinischen Fällen ausrichten, mit verschiedenen Formaten des E-Learnings und mit „Peer-Teaching“, bei dem erfahrene Studierende jüngere Kommilitonen unterrichten.
Besonders große Aufmerksamkeit bekam das 2014 eröffnete . In einem OP-Saal, einem Intensiv- und einem Patientenzimmer sowie mehreren Untersuchungsräumen werden mit den Studierenden zahlreiche Situationen aus dem Klinikalltag simuliert. Dazu zählen auch schwierige Gespräche mit Patienten. Die Trainingsszenarien werden gefilmt, sodass sie anschließend detailliert analysiert werden können.
Die Lehrpreis-Jury hob besonders hervor, dass Berberat eine umfassende Strategie entwickelt hat, die auf Erkenntnissen der Didaktikforschung beruht und Wünsche der Studierenden einbezieht.
Chancengleichheit für Studentinnen
Egal, ob es um die Weiterbildung von Lehrenden geht, um Diversity im Studium oder um die Betreuung ausländischer Studierender: vom Lehrstuhl für Datenbanksysteme hat früher und intensiver an neuen Ansätzen in der Lehre gearbeitet als die meisten anderen Dozentinnen und Dozenten. Seit 1977 prägt sie das – und an der gesamten ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù. So war sie 1993 entscheidend am Aufbau von beteiligt, dem Programm der TUM zur Weiterbildung aller Dozentinnen und Dozenten, das die Qualität der Lehre tiefgreifend verbessert hat und weiter modernisiert.
In einem lange von Männern geprägten Fach wie der Informatik hat Reiser nicht nur zahlreiche Formate für Studentinnen und Schülerinnen eingeführt, sondern auch darauf geachtet, dass Chancengleichheit in der gesamten Studienorganisation eine Rolle spielt. Diversität machte sie auch möglich, indem sie als Auslandsbeauftragte der Fakultät wichtige Voraussetzungen für den Studienerfolg ausländischer Studierender schuf.
Die Studierenden betonen Reisers Verständnis für ihre Bedürfnisse. Dieses zeigte sie sowohl beim Auf- und Ausbau der Studienberatung der Fakultät als auch bei der Konzeption neuer Studiengänge, zuletzt beim .
Die Jury lobte zum einen Reisers großen Sachverstand und ihren hervorragenden Blick für die Umsetzbarkeit von Konzepten, zum anderen ihre Grundsätze bei der Arbeit mit Studierenden: Transparenz, Zuverlässigkeit, Begeisterung und Neugier sowie Vertrauen.
Vorschläge von Studierenden
Der „Preis für gute Lehre an den staatlichen ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen in Bayern“ ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst verleiht ihn jährlich an . Die , wobei auch die Studierenden eingebunden sind.
Mehr Informationen:
Technische ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô
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